23.10.14 Planungsgrundlagen für einen Online-Handel

Unternehmen, die den Aufbau eines Online-Handels planen, sind mit einer Vielzahl an Fragestellungen konfrontiert. Um Fehlentscheidungen und -investitionen zu vermeiden gilt es, sich im Vorfeld neutral und unabhängig zu informieren.

  • 23.10.2014, 13:00 Uhr
  • Bd Forum GmbH, Bd-Sensors-Straße 1, 95199 Thierstein

Nachbericht Planungsgrundlagen für einen Onlinehandel oder

„Wie ich mein Business auf elektronische Füße“ stelle

 

Thierstein, 23.10.2014 Eine vielfältige Teilnehmerschaft war der Einladung des eBusiness Lotsen Oberfranken nach Thierstein zum Seminar „Planungsgrundlagen für einen Onlinehandel“ gefolgt. Von der Neugründerin eines Handels für indische Lebensmittel über den Vertreter eines Saatguthandels bis hin zu Sonderlösungen im Werbedruck: Alle spielen mit dem Gedanken, einen Onlineshop einzurichten. Gestandene Betriebe aus dem Bereich des Bürobedarfs wie auch Anbieter eines IT-Shop-Systems informierten sich dagegen über Neuerungen.

Grundlegende Fragen wurden im ausgebuchten Workshop geklärt: Lieber ein zentraler Shop eines Verbandes oder doch eher die Einzellösung? Was ist bei der Auswahl zu beachten? Kommt man an Amazon vorbei oder arbeitet man doch eher miteinander? In diesem Zusammenhang: Wussten Sie, dass bereits ein Drittel der gesuchten Produkte direkt bei Amazon und nicht mehr über Google gesucht wird? Die Zahlen sprechen für sich: Google 85,7%, Yahoo 2,9 %, bing 5,2 % und T-Online 2,4 %, um die wichtigsten zu nennen.

Der Referent Hans-Jürgen Collatz vom eBusiness-Lotsen Thüringen legt großen Wert darauf, dass bei der Planung im Vorfeld das Fokussieren des Sortiments im Vordergrund steht. Nur so kann man sich von anderen Shops und Konkurrenten differenzieren. Wenn dies geklärt sind, geht es an die Einträge, denn: Nur was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Das dieses strukturierte Vorgehen wichtig ist, zeigt eine Prognose vom E-Commerce-Center Köln (ECC Köln): Neunzig Prozent der deutschen Onlineshops werden pleitegehen, weil sie nicht genügend differenziert sind.

Der Referent zeigte anhand eines der günstigsten Beispiele, wie ein Shop angelegt wird: Zuerst wird ein kostenfreies Google-Konto eingerichtet und dann eine sogenannten „Kampagne“ angelegt. Bevor das Produkt eingestellt wird, empfiehlt er genau durchzuspielen, wie ein Konsument nach diesem Produkt suchen würde, z. B. nach dem Begriff „Servietten“. Des Weiteren sollten geprüft werden, wie oft nach etwas gesucht wird und wie oft es dieses Produkt bereits schon gibt. Je detaillierter auch die Beschreibung ist, umso höher auf der Seite kann das Produkt dann im Ranking bei Google erscheinen. Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Halten Sie auch eine EAN-Nummer bereit, denn diese brauchen Sie für den Eintrag.

Nach diesem ersten Block folgten dann noch die Themen Umsatz- und Kostenplanung sowie System- und Prozessanforderungen.

Die Resonanz der rund dreißig Teilnehmer auf diesen Vortrag war – wieder einmal – sehr positiv. Tatsächlich handelt es sich um eine der Roadshows der eBusiness-Lotsen, die schon bei vielen der insgesamt 38 Lotsen vorgestellt worden ist. Eine Wiederholung findet voraussichtlich im März in Coburg statt.

Nach dem Workshop gab es noch einen kleinen Imbiss und Zeit, dem Referenten Fragen zu stellen.

Downloads
141023_Vortrag_Planungsgrundlagen-im-Online-Handel_Thierstein.pdf6.6 M
141023_Flyer_Seminar_Planungsgrundlagen-Online-Handel_HOF.pdf526 K